Tag der betreuenden Angehörigen

Ein Mann und eine Frau sitzen auf Parkbank
Am 30. Oktober findet der interkantonale Tag der betreuenden Angehörigen statt. In der Schweiz unterstützt eine von acht Personen eine andere in der Familie.

In den nächsten 20 Jahren wird es 30% mehr betreuende Angehörige geben. Das Schweizerische Rote Kreuz Graubünden unterstützt die Angehörigen in ihrem von Herausforderungen geprägten Alltag.

In der Schweiz betreuen rund 680’000 Personen mit unterschiedlichem Hintergrund ihre Angehörigen. Sie spielen so eine zentrale Rolle in der Gesellschaft und zur Unterstützung des Gesundheitswesens. Die Betreuungssituationen mögen sich unterscheiden, aber die meisten betreuenden Angehörigen sind 50 bis 65 Jahre alt und kümmern sich um ihre Eltern oder Schwiegereltern. Sie sind erwerbstätig. Angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung können diese Unterstützungsaufgaben zu einer Überlastung führen, die mit passenden Angeboten aufgefangen werden muss. Rund 40% der betreuenden Angehörigen leiden schon heute unter psychischen Problemen (BAG 2019, unveröffentlichte Studie).

An der Seite der betreuenden Angehörigen
Das SRK Graubünden ist seit langem an der Seite der betreuenden Angehörigen aktiv. Neben den klassischen Angeboten wie Rotkreuz-Fahrdienst oder Notrufsystem gehört seit einigen Jahren auch der Kinderbetreuungsdienst zu Hause KBH für junge Familien zum Unterstützungsangebot. Das Angebot Ponte versteht sich als Brückenbauer und richtet sich an alle betreuenden Angehörigen, unabhängig davon, ob jemand einen Elternteil oder ein krankes Kind pflegt. Spezifisch geschulte Ponte-Freiwillige beraten oder begleiten Angehörige, suchen mit ihnen nach geeigneten Unterstützungsmöglichkeiten, vernetzen mit bestehenden Hilfsangeboten und bieten Hilfe zur Selbsthilfe.

Das SRK Graubünden mit seinen vielfältigen Dienstleistungen in Entlastung, Bildung und sozialer Integration ist eine kompetente, bestens vernetzte Anlaufstelle für pflegende Angehörige hier im Kanton.