Medienmitteilung

SRK Graubünden stärkt niederschwellige Unterstützung im ganzen Kanton

An der Hauptversammlung vom 3. Juni zog das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) Graubünden Bilanz zum Jahr 2025. Im Zentrum stand die Weiterentwicklung von Angeboten, mit denen Menschen in schwierigen Lebenssituationen im ganzen Kanton gezielt unterstützt werden.
Hinten (v. l. n. r.): Astrid Nissen (Departementsleiterin Internationales beim Schweizerischen Roten Kreuz) und Regierungsrätin Dr. Carmelia Maissen (Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität). Vorne (v. l. n. r.): Hans Geisseler (Präsident SRK Graubünden), Standespräsidentin Valérie Favre Accola und Diego Deplazes (Geschäftsführer SRK Graubünden). Fotografin: Dorothee Pujol

Der Jahresbericht 2025 steht unter dem Leitgedanken «Für mehr Menschlichkeit». Menschen in schwierigen Lebenssituationen sind auf Unterstützung durch ihr Umfeld, durch Institutionen und durch passende Angebote angewiesen. Das SRK Graubünden setzt sich dafür ein, diese Menschen im Alltag zu unterstützen, ihre Selbstständigkeit zu stärken und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Breite Wirkung im ganzen Kanton
Die Angebote in den Bereichen Unterstützung im Alltag, Bildung, Gesundheit und soziale Integration tragen dazu bei, schwierige Lebenssituationen zu stabilisieren und nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig fördern sie Chancengleichheit sowie fachliche und persönliche Kompetenzen.

Im Jahr 2025 profitierten zahlreiche Menschen von diesen Leistungen: 1’593 Personen und ihre Angehörigen nutzten Unterstützungsangebote, 749 Personen wurden fachlich beraten und 2’434 Patient:innen wurden in der Ergotherapie behandelt. Zudem nahmen 846 Personen an Bildungsangeboten rund um Pflege und Betreuung teil.

Freiwillige als tragende Säule
Ein zentraler Pfeiler der Rotkreuz-Arbeit sind die Freiwilligen. Sie engagieren sich in 14 Einsatzfeldern und leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Insgesamt 486 Freiwillige erbrachten im Kanton 31’848 Stunden freiwilliges Engagement für ihre Mitmenschen.

Hans Geisseler, Präsident des SRK Graubünden, dankte neben den Freiwilligen auch den Mitarbeitenden, dem Vorstand, den Mitgliedern, Gönner:innen sowie Partner:innen aus Wirtschaft und Politik. Gemeinsam haben sie den Alltag vieler Menschen in Graubünden erleichtert und eine beeindruckende Bilanz der Menschlichkeit ermöglicht.

Neue Angebote und gezielte Weiterentwicklung
Mit dem SRK Infobus hat das SRK Graubünden 2025 ein neues, mobiles Angebot lanciert. Der Infobus bringt Beratung, Informationen und Unterstützung direkt in verschiedene Regionen des Kantons und verbessert damit den Zugang zu bestehenden Dienstleistungen – insbesondere auch in ländlichen Gebieten.

Das Digital-Café, das 2024 gestartet wurde, konnte 2025 erfolgreich auf mehrere Regionen ausgeweitet werden. Neben Disentis/Mustér und Schiers wurde das Angebot auch in Davos, Ilanz/Glion, Scuol und Chur durchgeführt. Das Angebot wurde in Zusammenarbeit mit lokalen Mittelschulen umgesetzt, wobei sich Mittelschüler:innen als Freiwillige engagierten und Menschen bei Fragen rund um den digitalen Alltag unterstützten.

Auch das Projekt connect wurde im Jahr 2025 weitergeführt und erstmals in Litzirüti umgesetzt, nachdem es bereits 2024 in Disentis/Mustér lanciert worden war. Es richtet sich an geflüchtete Personen in Kollektivunterkünften, die sich im Asylverfahren befinden oder vorläufig aufgenommen wurden. connect fördert Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung, organisiert Aktivitäten und erleichtert den Zugang zu unabhängigen Informationen.